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Rückblick: Into The Valley

Zürich braucht mal wieder einen richtigen Discoclub

Die Clubs spielen heute entweder Techno, technoiden House oder Black Music. Niemand will mehr funky, funky House spielen! WARUM? Ist doch nicht so, als gebe es keine neuen Releases mehr? Neue Songs sowie Neuinterpretationen fluten gerade den Markt. Ich muss es wissen, denn bei mir rotieren neue Platten von vielen Labels und noch mehr Künstlern.

Leider gibt’s da so ein unveränderbares Naturgesetz das besagt, dass alles Gute ein Ende hat. Wir können die Ära des Disco zu Grabe tragen, weil die Menschen im Club viel zu prüde zum Tanzen und Spasshaben sind. Beim Tanzen zu Techno muss ich keine Gefühle zeigen. Ich kann cool meinem Körper zur Musik bewegen – was ja eigentlich eine ganz tolle Sache ist. Aber seinen Emotionen durch Tanzen Ausdruck verleihen? Vergiss es.

Und was das Tanzen anbelangt: es ist gar keine grosse Hexerei. Funky, soulful Disco ist das Genre mit Rhythmus und Gefühl! Auch als Nichttänzer kann man beim Tanzen gut ausschauen. Das wichtigste dabei ist, Spass zu haben! Ein schlechter Tänzer, der auf der Tanzfläche keine Motivation aufbringt und erzwungen tanzt, kann ganz schön peinlich wirken. Wohingegen ein schlechter Tänzer (wie ich) der Spass beim Bewegen zum Rhythmus hat nicht.

Als schöner Nebeneffekt werden dann auch die Ladies auf einem aufmerksam.

Alle reissen sich im Moment um die Scheibe von Tom of Finland die von Razor-N-Tape herausgegeben wurde. Die Edits hauen einen einfach weg! Mehr kann ich vom Künstler Tom of Finland leider nicht schreiben. Disclosure hat in Annie Mac’s Show auf BBC Radio 1 den Mann erwähnt und für die Sendung ein bisschen Hintergrundrecherche betrieben. Alles was man über Tom zu diesem Zeitpunkt weiss ist, dass er ursprünglich aus Skandinavien stammt, in New York lebt und vor der Veröffentlichung seiner Edits unter Razor-N-Tape, einer der einflussreichsten Künstler für homoerotische Bildende Kunst in den 90ern war.

Hoffentlich klingts in Zürcher Clubs bald mal so:

Mit gefällt Summerjam und Dreamin‘ Again.

P.

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