Traumprinz
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Melodiesinfonie Chronik

Angefangen hat alles in unserer Sekundarschulzeit. Während dem ein Grossteil der Klassen noch mit Pokémonkarten und Paninibildli beschäftigt war, hat sich ein Bub in der Musik verloren. Schallplatten zu besitzen war nicht das Einzige, das etwas seltsam war, denn noch ein paar Monate, bevor wir die letzten Jahre unserer obligatorischen Schulzeit antraten, trug eben dieser Junge noch Punkerklamotten und spricht nun von Sicken Beats und guten Vibes.

Inzwischen gehört, der herangewachsene, gestandene Mann zu den Besten auf seinem Gebiet. Melodiesinfonie. Aus seinem Studio kommen die Sicksten Beats mit Vibes, wie nur er sie kreieren kann. Es ist also mehr als höchste Zeit sein Schaffen etwas näher zu betrachten.

Begonnen hat alles, als das Lausanner Label Feelin' Music auf die jungen Talente Jazzo & Melodiesinfonie aufmerksam wurde, daraus entstanden innert kurzer Zeit zwei Veröffentlichungen. Nach dem die EP Treeology beim Publikum mit Freude aufgenommen wurde, legte man gleich nach. "Etwas vom Besten, dass ich je produziert habe", sagt Melodiesinfonie selbst zu Astrofunk & Weltfrieden, dass ebenfalls mit seinem damaligen Co-Produzenten Jazzo entstand.

Die Resonanz auf Astrofunk & Weltfrieden war riesig und so begann die Karriere grosse Schritte zu machen. Auftritte im In- und Ausland folgten und machten Melodiesinfonie zum Beatbotschafter, der versucht die Message in seiner Musik auch selbst zu leben: Spread Love. Das Motto ist nicht nur sein persönlicher Antrieb, es ist auch die Basis, des etwas später entstanden Labels Boyoom Connective. Zusammen mit Maloon The Boom gründete er eine Familie, in der ungehörte Beatproduzenten eine Heimat finden und eine Bühne für ihre Leidenschaft bekommen.

Als Zugpferd ist Melodiesinfonie an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, Partys zu veranstalten, Platten zu produzieren und neue Talente zu entdecken. So erstaunt es nicht, dass sein Debütalbum als Solokünstler auf Boyoom erschien und die Einnahmen von Friede Freude vollumfänglich für die Finanzierung neuer Projekte von Boyoom fliessen. Man kann an dieser Stelle durchaus sagen, dass Maloon The Boom, Melodiesinfonie und der Rest der Crew mehr als bloss ein etabliertes Zürcher Label geschaffen haben. Boyoom verkörpert Werte, die erstrebenswert sind und die konstante hohe Qualität des Outputs ist schlicht beeindruckend.

Anfang 2016 konnte der nächste Meilenstein erreicht werden. Das zweite Melodiesinfonie Album ist auf Meltin Pot erschienen. Mit Be Thankful ist die Musikalischentwicklung des Künstlers auf einem neuen Höhepunkt angekommen. Einen Weiteren.


Das Titelbild stammt von Laurene Berchoteau.

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