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Platten-Review: September 15

ist der herbst nicht die schönste jahreszeit? alles wird bunt, man ist glücklich, da es nicht schneit und man kann endlich die schönen klamotten wieder aus dem schrank holen. na. das mit den kleidern stimmt schon, aber eigentlich machen die wiedererwachten klubs mehr laune. in diese schöne zeit, passen die perlen aus den plattenschränken unseren lieblingsplattensammler wunderbar. geniesst die lektüre und öffnet euren geist für die musik.

Signore Sarno | Zürich: auf der neuesten groove lacht uns gerd janson entgegen. über ihn will ich aber nicht schreiben, zu ihm soll man tanzen und feiern. aber wenn er über musik sagt „die guten zeiten sind jetzt!“ dann spricht er mir aus der seele. junge künstler mit frischen ideen zaubern mit einer mischung aus aktuellem equipment und klassischen zutaten die schönste musik. jeden tag. in jeder stadt. in jedem dorf. und dank des internets ist das ganze einfacher erhältlich als jemals zuvor. was eine gute zeit... (ich möchte jetzt nicht politisch werden).

über braille und sein album mute swan kann ich gar nicht viel schreiben. ich kann es vor allem mit offenem mund, spitzen ohren und einem sich aufwärmenden herzen hören. rauscheffekte, echoschlaufen, delaysnares, stimmensprengsel, aufwärmchords, syntheskapaden, percussionsschnippsel. einfach schön und immer wieder spannend. anspielltipps: the cat’s gone nuts, it’s alright und ports. herzlich willkommen lieber herbst, sperr uns in die häuser ein und wir machen den ofen an.

motrip hat endlich sein ein neues album rausgebracht. ich liebe ihn und schäme mich über jeden einzelnen meiner sätze. weil nicht ein einziger satz von mir die tiefe und schärfe hat, die er auf stücken wie „malcolm mittendrin“ oder „mathematik“ einfach so herauspurzeln lässt. das ist deutscher hip hop. und wer sich dafür zu schade ist, hat einfach einen knall oder einen viel zu kleinen iq (deutschrap mag ich nicht, ich höre nur neunziger mucke aus den usa oder züri-underground-sachen). das album heisst mama, so uncool ruft es aus der bescheuerten ecke.... aber am ende bleibt mehr motrip für mich. der mo' dirty shit kommt übrigens bald nach zürich. und dann müsst ihr mich festhalten. ich bin eine groupie. diese stimme ist purer sex.

von unknown mortal orchestra weiss ich nichts. habe einen der letzten sommertage bei einem bier an einem für meine wenigkeit viel zu coolen ort ausklingen lassen. dann kommt aus den boxen so ein schönes lied. ich so shazam, shazam so am hinhören, link direkt zum album multi-love. gekauft. gehört. empfohlen. ich weiss nicht warum, aber irgendwie erinnert mich das an beck. vielleicht weiss ja jemand weshalb.

und wenn dann die sonne untergeht, die kellertüren eintriegelt werden und der mkII so seine runden dreht, säuselt der young marco mit seinem flying navajo durch den raum. einer meiner absoluten lieblingskünstler. erinnert irgendwie an 90er trance, als in frankfurt leute wie dj dag mit einer harley einen auf indianer-sind-cool gemacht haben und glaubten die levis 501 wächst in der texanischen wüste an bäumen. würd ich gern mal im club hören. vielleicht werde ich ja mal wieder gebucht, das ding wird dann die boxen zum durchbrennen bringen.


Jack Pattern | Zürich: pajaro dune - momentum ep pajaro dune (oder dünen vogel) ist ein projekt aus dem hause lontano und ist in seinem stil und aufbau einfach grossartig. langsame psychodelischer house mit vielen groovigen elementen. passt perfekt in ein jack pattern set. ausserdem liefert mein persönlicher less-is-more technogötze einem remix zum abtrippen bis übermorgen. kaufempfehlung solange vorrat reicht!


GDS.FM | Zürich: DAS KOMPLEX - UNIVERSE Seine Soundcloud-Page überquillt gerade mit seinem enormen Output und vermutlich über die Jahre angesammelten Ideen. Fast etwas zu viel Mitteilungsdrang für jemanden wie mich. Aber angesichts, dass im November eine Remix-EP seines Debuts ansteht mit Reworks u.a. von einer Grösse wie Rune Lindbaek und, dass unsere frischgebackene Praktikantin Alisha den Sound von Das Komplex „mad good“ findet, mache ich eine Ausnahme und belästige euch nun schon das zweite Mal dieses Jahr mit einem Release von ein und demselben Artist, dem 36-jährigen Marcin Lukaszewicz aus Koszalin. Hier das ganze Review lesen..


Grosses Dankeschön an dieser Stelle an die Künstler, welche ihre persönlichen Schätze mit uns teilen. Unterstützt noch heute die Kunst, sie ist wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft! Supportet die Künstler, besucht ihre Auftritten und kauft ihre Musik. So können wir auch in Zukunft Musik von grossartigen Künstlern geniessen.

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