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Review: Lauer - Borndom Remixes

Aus dem Studio von Phillip Lauer kommen die unterschiedlichsten Klänge, was wohl auf die verschiedenen Kollaborationen zurückzuführen ist. -Ob die nun in seinem Studio entstehen, sei hier mal so dahingestellt. Die wohl Nennenswerteste ist die mit Gerd Janson. Zusammen Produzieren sie unter dem Namen Tuff City Kids und geniessen hohes Ansehen mit ihren Produktionen. Spätestens seit dem letztjährigen Release seines zweiten Albums Borndom weiss jedoch auch der Hinterletzte, dass Lauer auch alleine hervorragende Musik produziert. Das melodiöse Album ist völlig zurecht von Blogs und Musikmagazinen mit Lob berieselt worden. Leider fällt mir das nun erst ein Jahr später auf.

Inzwischen wurden bereits diverse Remixe gefertigt, die nun auf Platte gepresst wurden. Erschienen ist die schöne Scheibe auf dem Münchner Label Permanent Vacation und beherbergt 4 schön ausgearbeitete Reproduktionen aus den Studios der Künstler Fort Romeau, The Working Elite, Prins Thomas und Lexx. Die Auswahl dieser Künstler kommt nicht von ungefähr. Sie alle sind gute Bekannte Lauers und gehören zur Avant­gar­de, wenn es um hochstehende Produktionen geht.

Der Lexx Remix steht dem Original ziemlich nahe, ist jedoch etwas zurückhaltender und wurde vor allem bei den hohen, ausschweifenden ACID-Elementen etwas zurückgenommen. Das Stück ist trotzdem kraftvoll und man erkennt eine klare Gliederung, welche von abwechslungsreichen Klängen lebt und mit den unverkennbaren Lexx Eigenschaften abgerundet wird.

Bei der Version die Prins Thomas abgelieferte, wurden mehr als nur ein paar Spuren angepasst. Eine mächtige 4/4 Kickdrum zieht sich durch den Mix über derer die Vocals, die Leadkeys und ein, aus dem Original entstandener Baseline-Loop. Über die 7:30-Minuten baut sich der Energiegehalt stetig auf, bis er einem am Ende gänzlich mitreisst.

Auch beim Remix von Fort Romeau passiert einiges mit dem Original. Diesmal wird Byby mit einer dancefloortauglichen Baseline bekannt gemacht und wird so von der sphärischen Wohlfühlnummer zum energischen Housetrack.

Alright wird ebenfalls tanzbarer gemacht und ist nach dem The Working Elite damit fertig wurden, nicht mehr schwer als Boogie House Stück zu erkennen. The Working Elite sind übrigens Thomas Sabrowsky und Daniel Nentwig. Sabrowsky führt unter anderem das geschätzte Label Terre Des Pommes und Nantwig ist musikalisch auch nicht unbekannt, hauptsächlich, da er einst Bandmitglied bei The Whitest Boy Alive war.

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